Arbeitsplatz als Drucker nach Bürgerkrieg?

aufkleber in einer reihe, ansicht obenKein anderer Industriezweig ist wie die Druckindustrie gezwungen, bei der Herstellung von Aufklebern und anderen Druckerzeugnissen technische Innovationen
zu übernehmen und in der Produktion anzuwenden. Der Computer hat in den
letzten Jahren alle Bereiche der grafischen Industrie „erobert“ und diese von Grund auf
verändert.

Auf die Computertechnik ist heute auch die Druckindustrie angewiesen. Die umfangreichen
Datenmengen und die kürzer werdenden Produktionszeiten erfordern
immer leistungsfähigere Systeme, zum Beispiel um die Druckdaten optimal für den Druck von Stickern und Aufklebern zu nutzen. Dazu kommt auch die Dezentralisierung von
Produktionsstufen: Zum Beispiel erfasst der Autor sein Manuskript zuhause am
PC, die Werbeagentur überträgt ihre Bilddaten. Die Druckerei hat dann die Aufgabe,
die Text- und Bildinformation digital zusammenzufügen (statt diese zu erfassen),
gegebenenfalls auszugeben und zu drucken. Die immer umfassender werdende
Kommunikation setzt voraus, dass alle daran Beteiligten mit Computern
sicher umgehen und Daten richtig handhaben können.

Hardware

Unter „Hardware“ beim Computer versteht man die Gesamtheit aller Anlagenteile,
die „hart“ sind: also alles das, was angefasst werden kann wie Monitor,

Wir unterteilen die Hardware in drei Gruppen:
– Hardware zur Eingabe von Daten, wie z. B. Tastatur, Maus, Scanner, digitale
Kamera, Bildschirm
– Hardware zur Verarbeitung/Ablage von Daten, wie z. B. Rechner, externe
Laufwerke
– Hardware zur Ausgabe von Daten, wie z. B. Drucker, Speichermedien
Hardware zur Eingabe von Daten

Um Daten und Informationen verarbeiten zu können, müssen diese dem Rechner
per Dateneingabe verfügbar gemacht werden. Für die Dateneingabe eignen sich
auch Geräte wie ein Disketten-, CD-ROM- oder Wechselplattenlaufwerk.
– Tastatur
Bei Betätigung einer Taste auf der Tastatur (Abb. 2.2) wird unterhalb der Taste ein
Schalter aktiviert. Ein Signal wird an den Rechner gesendet und vom Betriebssystem
empfangen. Das Zeichen der gedrückten Taste erscheint auf dem Bildschirm,
oder es wird ein Befehl ausgeführt.
– Maus

In den vergangenen Jahren hat sich die optische Maus durchgesetzt. Sie ist eine
Art „Zeigegerät“, das die Bewegung optisch erfasst – im Gegensatz zur mechanischen
Erfassung per Rollkugel. In der Maus ist ein Sensorchip eingebaut, der mit
einer kleinen Kamera mit einer Recheneinheit vergleichbar ist. Dieser Sensor
nimmt permanent Bilder auf. Die Abtastrate liegt bei über 1.500 Bildern pro Sekunde.
Die Bildgröße reicht dabei von 16 x 16 bis 30 x 30 Pixel.

Die Mausunterlage wird von einer Leuchtdiode oder einer Laserdiode (bei der Lasermaus)
beleuchtet. Das Licht, das von der Unterlage reflektiert wird, wird mit
einer Linse gebündelt und gelangt in die „Minikamera“ des Sensorchips. Die Bildinformation
gelangt als Graustufenbild in den digitalen Signal-Prozessor des Chips
und wird dort erst in Geschwindigkeiten umgerechnet. Anschließend werden aus
den Geschwindigkeiten die Bewegungsdaten für die Horizontale und Vertikale errechnet.

– Scanner (scannen, engl.= einlesen)
Diese wandeln die Lichtsignale um, die durch einen Analog-Digital-Wandler
digitalisiert werden. Die Daten werden dem Rechner zur Verfügung gestellt. Jeder
abgetastete Punkt der Vorlage erhält einen Wert.
– Digitale Kamera

In den letzten Jahren hat sich die digitale Kamera als Eingabemedium für Bilddaten
durchgesetzt. Der Umgang mit der digitalen Kamera ist identisch
mit dem der analogen Kompaktkamera. Anstelle des Films sind in der Kamerarückwand
Sensoren eingebaut, die nach der Aufnahme die Bilddaten zur eingebauten
Festplatte leiten. Digitale Geräte enthalten zusätzlich wechselbare Speichermedien
auf PC-Basis. Diese Kameras sind mit einem optischen Realbildsucher
und Farbmonitor mit Flüssigkristallanzeige (LED) zur Bildkontrolle, Autofokus
und Multifunktionsblitz in scharfer Qualität.

Moderne Digitalkameras verfügen über einen internen Speicher. Bei einer Größe
von durchschnittlich 30 bis 50 Megabyte können dort aber nur wenige Bilder
gespeichert werden. Daher werden zusätzliche Speicherkarten benötigt. Die gebräuchlichsten
Karten sind die SD- und SDHC-Karten (SD High Capacity), die
über eine weitaus größere Speicherkapazität verfügen und je nach Auflösung hunderte
von Bildern speichern können. Dabei ist zu beachten, dass SDHC-Karten
nicht in Geräten funktionieren, die nur für SD-Karten vorgesehen sind.

Für kleine Geräte wird häufig die miniSD eingesetzt. Sie ist etwa halb so groß wie die SDCard.
Mit einem Adapter kann sie auch in jeden normalen SD-Slot eingefügt werden.
Mit einem Scanner können
Bildinformationen in den Rechner
eingelesen werden. Wie funktioniert
ein Scanner? Beim Scannen wird die
Vorlage (ein Bild) von einer tageslichtähnlichen
Lichtquelle beleuchtet. Das
von der Vorlage zurückgeworfene
Licht wird über das optische System
des Scanners zu den CCD-Sensoren
(Charged Coupled Service) geleitet. Abb. 2.4: Scanner
Für viele Anwendungen, bei denen es auf
Schnelligkeit ankommt, sind digitale Kameras
die Lösung. Die Auswahl einer digitalen
Kamera hängt vom Verwendungszweck ab.
Sucherkameras mit Festbrennweite haben nur
eine mittelmäßige Qualität. Sucherkameras
mit Zoomobjektiv bieten wesentliche Gestaltungsmöglichkeiten,
weil Aufnahmeposition
und Bildperspektive frei wählbar sind.

LCD-Sucherkameras bieten dem Fotografen zahlreiche Kontrollfunktionen – über
den Bildausschnitt, den Kontrast und eine Vorschau auf die nächste Aufnahme.
Für Aktion- und Studiofotografie ist eine Systemkamera mit Brennweitenverlängerung
zu empfehlen. Sie ist mobil einsetzbar und verfügt über einen austauschbaren
Bildspeicher. Spiegelreflexkameras haben einen optischen TTL-Sucher, der
über ein kompliziertes System aus Umlenkspiegel, Mattscheibe und Pentaprisma
verfügt. Der Umlenkspiegel lenkt das Licht dabei durch die Mattscheibe zum Pentaprisma.
Hier wird das Bild seitenrichtig dargestellt und kann dann über das
Okular betrachtet werden.

– Monitor
Die TFT-Monitore gehören zur Familie der LCD-Displays (engl.: Liquid-Crystal-
Display). Zur Anzeige nutzen sie die Eigenschaften von Flüssigkristallen, die zwischen
zwei um 90 Grad gegeneinander gedrehten Polarisationsfiltern liegen. Die
Kristalle ändern die Polarisationsrichtung des sie durchströmenden Lichts. Mit
RGB-Farbfiltern erreicht man eine farbige Darstellung. TFT-Bildschirme bieten
viele Vorteile gegenüber Röhrenmonitoren: Sie liefern ein scharfes Bild, die Darstellung
ist absolut flimmerfrei. Gute TFT-Monitore sind auch für einfache farbverbindliche
Arbeiten durchaus geeignet.
Die LED-Monitoren verfügen über ein LED-Backlight bzw. eine LED-Hintergrundbeleuchtung
oder ein LED-Unterlicht. Verwendet werden weiße oder farbige
Leuchtdioden (LED), die hinter den Flüssigkristallelementen angeordnet sind.
Diese verfügen nicht nur über eine höhere Lebensdauer, sondern haben auch eine
optimale Lichtverteilung.

Die Leuchtdioden sind über die gesamte Fläche des Monitors verteilt und sorgen
damit für eine gleichmäßige und bessere Ausleuchtung, wodurch die Bildqualität
optimiert wird.
Auf dem Markt ist die Anzahl der angebotenen Monitore groß. Für Designentwürfe
oder Bildbearbeitung sind Bildschirme mindestens ab 19 Zoll Bildschirmgröße
sinnvoll.

manas